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Wissenswertes

 

Wie entsteht Feuer?

....oder die Theorie des Feuers
Jeder weiss, dass Feuer heiss ist und dass es eine zerstörerische Macht hat wenn es ausser Kontrolle gerät. Aber was genau ist eigentlich Feuer? Das Feuer wurde bereits seit Jahrtausenden genutzt bevor es Forschern im 18. Jahrhundert gelang, die chemische Zusammensetzung des Feuers genau zu deuten. Sauerstoff verbindet sich mit einem Brennstoff, der meist aus organischem Material besteht. Die grossen Anteile an Kohlenstoff und Wasserstoff im Brennmaterial lösen sich in ihre organische Verbindung auf und gehen langsam in eine einfache molekulare Struktur über. Der Brennstoff zersetzt sich ich Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Wasser. Übrig bleibt Asche, also anorganische Rückstände. Bei jeder Verbrennung wird sehr viel Energie freigesetzt. Jeder Brennstoff hat vor der chemischen Reaktion sehr viel mehr Energie als seine anorganischen Rückstände. Jeder weiss, dass es einfacher ist ein Stück Holz anzuzünden, als die Asche oder die nicht ganz verbrannten Überreste.

FeuerdreieckFeuerdreieck

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus dieser Grafik ist ersichtlich, dass es 3 Komponenten benötigt um ein Feuer zu entfachen:

1. Sauerstoff, welcher in der Luft reichlich zur Verfügung steht
2. Brennstoff, der aus verschiedenen Materialien besteht (z.B. Papier oder Holz)
3. Hitze, welche durch äussere Einflüsse entsteht und danach vom Feuer selbst erzeugt wird

Aus diesem Dreieck lassen sich aber auch verschiedene Löschmethoden ableiten.
Es ist dadurch möglich ein Feuer auf drei Arten zu löschen:

1. Löschen durch Ersticken, d.h. man entzieht dem Feuer den Sauerstoff
2. Löschen durch Entfernen, d.h. man nimmt dem Feuer den Brennstoff
3. Löschen durch Kühlen, d.h. man senkt die Temperatur soweit herab, dass sich nichts mehr entzünden kann.

 

Brandklasse                Form und Zustand des Stoffes   Erscheinungsbild des Feuers    Beispiel
 Brandklasse ABrandklasse A Feste Stoffe  Glut, Flamme  Holz, Stroh, Papier 
  Flüssige Stoffe   Flamme  Benzin, Teer, Wachs, Alkohol 
  Gase   Flamme Erdgas, Methan, Propan, Acetylen 
   Metalle  Glut Aluminium, Magnesium, Stahlwolle 
 Brandklasse FBrandklasse F Speiseöle, Speisefette  Flamme   Pfanne, Friteuse

  

 

Entsprechend ihrem chemischem und physikalischem Verhalten werden verschiedene Löschmittel für die einzelnen Brandklassen verwendet.
Zu unterscheiden ist Wasser, Löschschaum, Löschpulver und Kohlendioxid.

Wasser
......ist in vielen Fällen ein geeignetes Löschmittel. Es kann grosse Wärmemengen binden. Es ist billig und leicht verfügbar. Wasser hat ein größeres spezifisches Gewicht als viele brennbare Flüssigkeiten, so dass diese sich brennend auf dem Wasser ausbreiten. Außerdem ist Wasser zum Löschen brennbarer Metalle, wegen der dabei auftretenden Zersetzung des Wassers (Verpuffungsgefahr), ungeeignet.
Wasser wird daher vorzugsweise für brennbare Stoffe der Klasse A - feste Stoffe - verwendet.

Löschschaum
......entsteht durch unterschiedlich starke Verwirbelung von Luft mit Wasser und Schaummittelzusatz. Die Wärmeleitfähigkeitund das spezifische Gewicht sind gering, so dass sich Löschschaum besonders gut für brennbare Flüssigkeiten - Brandklasse B - eignet. Lösch-Schaum deckt die brennende Fläche ab und haftet auch an geneigten Flächen.
Für Sonderfälle gibt es Schaummittel mit höherer Beständigkeit gegen Alkohole.

Löschpulver
......werden sehr verbreitet angewendet. Löschpulver werden mit Stickstoff oder Kohlendioxid aus dem Löschgerät geblasen. Da Löschpulver die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit aufnehmen, sind wasserabstoßende Zusätze gegen Klumpen beigemischt. Löschpulver sind frostsicher und sie sind je nach Zusammensetzung für die Klassen A, B und C verwendbar.
ABC-Pulverlöscher dürfen nicht in elektrischen Anlagen verwendet werden, die eine Betriebsspannung von mehr als 1000 V aufweisen. Gegen Brände der Klasse D, z. B. brennende Leichtmetalle, gibt es Spezial-Löschpulver. Leichtmetallbrände können auch mit trockenem Sand (SiO2) oder notfalls mit trockener Erde gelöscht werden.

Kohlendioxid
......wird unter hohem Druck verflüssigt bereit gehalten. Es verdampft beim Austreten aus der Löschdüse und verdrängt den für die Verbrennung notwendigen Sauerstoff. In geschlossenen Räumen besteht daher beim Löschen mit CO2 Erstickungsgefahr. Kohlendioxid ist elektrisch nicht leitend.
Es löscht rückstandsfrei und kann daher beim Löschen wertvoller Anlagen verwendet werden